Hilfe, mein Baby zahnt!

Es ist soweit, das Baby bekommt seinen ersten Zahn. Und jetzt? Wie erkennt man den Beginn des Zahnens und wie geht man damit um?

[Werbung: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit babywalz]

Es gibt Momente im Leben, auf die kann man sich zwar theoretisch vorbereiten, aber wenn sie wirklich da sind, dann ist doch alles anders als gedacht. Im Leben mit Baby (und auch schon während der Schwangerschaft) gibt es gefühlt jeden Tag so einen Moment. Oder auch zwei oder drei.

Das Zahnen gehörte für mich persönlich auch dazu. Selbstverständlich hatte ich mich vorher informiert. Hatte mir Tipps und Tricks zum Zahnen durchgelesen und in der Theorie geplant, wie ich meinem Kind den Prozess des Zähnebekommens erleichtern wollte. Rechtzeitig, wie ich dachte. Ich hatte noch Zeit, denn vor dem 6. Monat passiert da ja eh nichts…

Tja, Pustekuchen. Das kleine Gör überraschte uns mal wieder und fing von einen auf den anderen Tag an zu Sabbern wie ein leckender Wasserhahn. Und wenn ich das so schreibe, dann meine ich das auch so. Es lief und lief und lief. Nichts war vor den kleinen Patschehändchen mehr sicher und wurde auf Zahnfleisch-Massage-Tauglichkeit getestet.

Es ist soweit, das Baby bekommt seinen ersten Zahn. Und jetzt? Wie erkennt man den Beginn des Zahnens und wie geht man damit um?

Nur: Das Baby war doch noch viel zu jung für so ein Verhalten! Die ersten zwei Wochen leugnete ich standhaft, dass der vermehrte Speichelfluss ein Anzeichen für das Zahnen sein könnte. Als es aber nicht besser wurde und sich die Kauleiste immer mal wieder rot und geschwollen zeigte, sah ich ein, dass es dringend Zeit für einen vernünftigen Beißring wurde.

Wie man das als „Digital Native“ so macht, rufte ich also den Baby-Online-Shop meiner Wahl auf und fühlte mich erschlagen von der Auswahl. Es gibt ja nicht nur Beißringe, sondern auch Zahnungshilfen. Und ein Beißring ist ja nicht immer nur ein Beißring. Manche lassen sich kühlen, manche sind dick, manche dünn. Es gibt sie mit und ohne Noppen. Lustige Tiergesichter strahlen einen an oder verschiedene Elemente versprechen Abwechslung.

Ich war schlichtweg überfordert. Mein Kind brauchte doch einfach nur irgendwas zum Kauen. Aber was davon passte gut in diesen kleinen Mund, was konnten die kleinen Hände sicher halten?

Browser schließen, Kind einpacken und in den örtlichen Baby-Markt fahren. Dort würde ich schon etwas Passendes finden. Dachte ich.

Es ist soweit, das Baby bekommt seinen ersten Zahn. Und jetzt? Wie erkennt man den Beginn des Zahnens und wie geht man damit um?

Falsch gedacht. Die Auswahl überforderte mich auch hier, das Kind quengelte rum (kein Wunder, es hatte ja noch keinen Beißring) und alles was ich in die Hand nahm war einfach nur unglaublich hässlich und unhandlich. Ich zog unverrichteter Dinge wieder ab und verließ mich zuhause auf die Suchmaschine meines Vertrauens, die mir auch tatsächlich einen Beißring für Kinder, die etwas früher als der Durchschnitt mit den Zahnen beginnen, empfahl.

Klar, ich bin absolut dafür den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen und tue es, wann immer ich kann. Aber manchmal, und gerade mit Baby zuhause, ist Online-Shopping dann doch unschlagbar praktisch. Vor allem Bewertungen sind Gold wert, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Daher hier meine Erfahrungswerte, wie man seinem Baby das Zahnen erleichtern kann. Mittlerweile sind die ersten zwei Zähnchen nämlich durch und die nächsten machen sich schon auf den Weg.

Zahnen erleichtern:

  • Einen Beißring kaufen, denn das Baby auch wirklich in den Mund stecken kann. Es will nicht Lutschen, es will Kauen. Zu dick ist also unpraktisch. Zu hart auch.
  • Nach Möglichkeit einen Beißring kaufen, an dem man eine Schnullerkette befestigen kann (oder sich eine andere Art der Sicherung/Befestigung überlegen). Denn: In der akuten Phase muss er überall mit hin.
  • Kühlen kann angenehm sein, ist aber kein Muss. Unser Kind zumindest legt auf Kühle keinen Wert, wenn es dafür Kauen kann. Dem Kind also beides anbieten, aber nicht erwarten, dass es auch beides will.
  • Zahnungsgel (aus dem Drogeriemarkt) ist ein Hilfsmittel, kein Medikament. Nicht zu sparsam damit sein.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, warum man überhaupt einen Beißring kaufen sollte? Schließlich kaut so ein Baby doch sowieso auf allem rum, was es in die Finger kriegt. Das stimmt, aber nicht alles davon passt wirklich gut in den Mund. Und wenn es reinpasst, ist es nicht immer sicher. Bei einem Beißring kann man sich sicher sein, dass es keine Kleinteile gibt, die verschluckt werden können. Er ist dafür produziert, dass er mit Zähnen und Kiefer bearbeitet wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind also etwas abbeißt, ist sehr gering.

Außerdem haben sich die Produktentwickler solcher Beißringe Gedanken gemacht, wie sie den bestmöglichen Nutzen erreichen können. Noppen, Ecken und Kanten sind nicht einfach nur da, sie erfüllen einen Zweck und bieten dem Kind vielfältige Möglichkeiten die schmerzenden Stellen gezielt zu bearbeiten.

Es ist soweit, das Baby bekommt seinen ersten Zahn. Und jetzt? Wie erkennt man den Beginn des Zahnens und wie geht man damit um?

Klar, wenn euer Baby den Beißring links liegen lässt und dafür zufrieden auf etwas anderem rumkaut, dann ist das so. Solange der gewählte Gegenstand sicher ist, gibt es dann keinen Grund diesen auszuwechseln. Aber unser Baby zumindest war tatsächlich mit dem Beißring zufriedener. Und auch von anderen Eltern habe ich gehört, dass kein Spielzeug in akuten Zahnungsphasen so geliebt wurde, wie der Beißring.

Und jetzt der ultimative Tipp: Sich immer wieder sagen, dass es nur 20 Zähne sind. Das Ende ist absehbar. Und die nächsten werden bestimmt weniger schlimm, als die jetzigen.

Es ist soweit, das Baby bekommt seinen ersten Zahn. Und jetzt? Wie erkennt man den Beginn des Zahnens und wie geht man damit um?

Das Baby erinnert sich später glücklicherweise nicht mehr ans Zahnen. Und man selbst sollte es auch so schnell wie möglich vergessen und nur das Glücksgefühl, wenn das erste Weiß durchs Zahnfleisch schimmert in Erinnerung behalten.

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