Selbstständig als Mama: Wie du dir ein erfolgreiches Business aufbaust und dabei genug Zeit für dich und deine Kinder hast

Mompreneur sein heißt: Selbstständig sein und Mama sein zur gleichen Zeit. Hier findest du Tipps, wie du es schaffst.

Gastbeitrag

Hi, ich bin Julia! Als Business-Coach und Mentorin helfe ich selbstständigen Frauen und Gründerinnen, ein nachhaltig erfolgreiches Business aufzubauen. Ich unterstütze dich dabei, mit deinem Business sichtbar zu werden und dich als Expertin auf deinem Gebiet zu positionieren. Außerdem biete ich umfangreichen Support im Bereich Webdesign und der
Erstellung von Onlineprodukten an. Alle Informationen zu mir und meinem Angebot findest du unter www.businessheldinnen.com


Ich gebe zu: Als Mama selbstständig zu sein hat mich schon oft an meine Grenzen gebracht. Du kennst das bestimmt auch: eigentlich möchtest du dich gerade auf dein Projekt konzentrieren, da wackelt ein kleiner Mensch an deinen Arbeitstisch und hat entweder Hunger, eine volle Windel oder möchte dir einfach nur sein neues Spielzeug zeigen. Oder du bist gerade mitten im Kundengespräch, als plötzlich ein wilder Streit unter den Geschwistern ausbricht und in lautem Schreien mündet – du musst das Gespräch hastig beenden und wieder 100% Mama sein. Im heutigen Beitrag möchte ich dir ein paar Tipps & Tricks an die Hand geben, wie du dein Mamabusiness entspannt aufbauen und führen kannst – und dabei genug Zeit für dich und deine Kinder hast.

1. Lege feste Arbeitszeiten fest und etabliere sie innerhalb der Familie

Wann und wo kannst du am besten arbeiten? Brauchst du absolute Ruhe? Überlege gemeinsam mit deiner Familie, wie ihr euch die Arbeits- und Betreuungszeiten gerecht aufteilen könnt. Dein Partner ist ebenso beteiligt an den Aufgaben innerhalb der Familie wie du. Vielen Frauen fällt es schwer, für ihre Bedürfnisse einzustehen und sie klar zu formulieren. Aber wenn du dir ein Business aufbauen willst, musst du genau das tun. Überlege dir klar was du willst (z.b. 3 – 4 Stunden ungestörtes Arbeiten pro Tag) und sucht dann gemeinsam nach Lösungen. Ich bin mir sicher: Es gibt sie. Ich habe schon so viele unterschiedliche Lebensmodelle gesehen, so viele verschiedene Mompreneurs, die ihren Weg gefunden haben – das schaffst auch du! Und falls du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst, hol dir Unterstützung ins Boot und lass dich coachen – du wirst erstaunt sein, wie viele Möglichkeiten es noch gibt, auf die du allein gar nicht gekommen wärst.

Besonders effektiv finde ich ein externes Büro – also das Arbeiten an einem anderen Ort als zuhause bzw. wo sich deine Kinder aufhalten. Du wirst schnell merken, wie viel produktiver du dort bist und wie viel entspannter du anschließend nach Hause kommst – weil du nicht die ganze Zeit 20 Dinge parallel machen musstest. Es muss nicht immer ein teures Büro sein – in vielen Städten gibt es mittlerweile CoWorking Spaces oder du fragst in deinem Ort einfach mal nach einem frei stehenden Zimmer bei jemandem Zuhause? Klingt vielleicht erst mal komisch, ist aber eine tolle Möglichkeit (tatsächlich arbeite ich selbst bei einer lieben Frau zuhause, während sie und die Kinder unterwegs sind).

2. Nimm dir nicht zu viel vor

Setze dir nur ein bis zwei große Prioritäten für den Tag – also die zwei Dinge, die du unbedingt heute erledigen willst. Nicht mehr! Wenn du tatsächlich mehr schaffen solltest – super. Aber setz dich nicht schon zum Tagesanfang unter Druck. Und versuch mal, die limitierte Zeit als Vorteil zu sehen. Du hast jetzt 3 – 4 Stunden Zeit. Nutze sie gut! Fokussiere dich ganz auf deine Aufgaben. Ich habe festgestellt, dass viele meiner Klientinnen (und auch ich selbst) sogar besser arbeiten, wenn sie ein klares Zeitfenster haben! Denn was geschieht, wenn du den ganzen Tag Zeit hast? Du lenkst dich ab, machst erst mal was im Haushalt, telefonierst mit einer Freundin, kochst dir was Leckeres… was auch alles toll ist, aber sicher nicht produktiv. Für mich war es ein absoluter Game-Changer die knappe Zeit als Vorteil zu sehen. Wann, wenn nicht jetzt? Also leg los und nutze die Zeit!

3. Plane immer Zeit für dich selbst mit ein

Trage in deinen Kalender nicht nur deine 1-2 Hauptaufgaben für den Tag ein, sondern auch mindestens eine Sache, die du nur für dich tust. Und wenn es nur 15 Minuten Kaffee oder Tee trinken auf dem Balkon sind. Diese kleinen Auszeiten machen einen riesigen Unterschied, das wirst du schnell merken. Achte auf dich und deine Gesundheit – denn als Mama steht und fällt mit dir alles: Dein Business und die Harmonie im Familienleben. Wenn es dir nicht gut geht, wirkt sich das auch auf die anderen Bereiche deines Lebens aus und wird auf Dauer nicht gut gehen.

4. Hol dir Unterstützung

Bau dir ein Netzwerk von Unterstützern auf! Das können deine Eltern und Schwiegereltern sein, dein Partner, Freunde, Bekannte oder die Nachbarin. Wer kann dich regelmäßig unterstützen und dir ein paar Aufgaben abnehmen? Wer kann die Kinder betreuen, falls sie kurzfristig krank werden und du zu einem Termin musst? Du wirst viel entspannter dein Business führen können, wenn du dir schon im Voraus einen Notfallplan überlegst und feste Kontakte hast, auf die du zurückgreifen kannst. Nicht nur im Notfall sondern natürlich auch regelmäßig z.b. für den Wocheneinkauf, den Arztbesuch der Kinder, einen etwas längeren Arbeitstag, Haushaltsdinge usw.

5. Sei im Hier & Jetzt

Einfacher gesagt als getan, ich weiß. Daran können wir alle immer und immer wieder arbeiten. Um deinen Kopf frei zu bekommen, sind die Zeiten, in denen du bei deinen Kindern bist, perfekt geeignet. Sei ganz im Moment und genieße die freie Zeit. Dir kommen zwischendurch Gedanken zum Business? Kein Problem, schnapp dir ein Notizbuch und schreib sie auf. Dann wird weiter gespielt. Die Ideen und Gedanken schaust du dann erst wieder an, wenn du mit deiner Arbeit beginnst.

Ebenso kannst du versuchen, während deiner Arbeitszeit 100%ig da zu sein, also nicht im Kopf an den Haushalt, die Kinder und irgendwelche To Dos zu denken, die nichts mit deinem Business zu tun haben. Fokussiere dich aufs Jetzt. Nutze diese „Zweiteilung“ deines Tages als Vorteil und sieh es nicht als Nachteil an. Vielen Selbstständigen fällt es unheimlich schwer, Pausen zu machen bzw. ihren Arbeitstag zu beenden. Als Mama bist du gezwungen, irgendwann aufzuhören – und das kann auch ein Segen sein. Du bekommst soviel Zeit geschenkt, dich um dich selbst und deine Familie zu kümmern und mal abzuschalten.


6. Weiterlesen

Alle Schritte zur Gründung deines Business, sowie Tipps & Tricks zur Gewerbeanmeldung findest du in meinem Blog, z.B. unter

Zum Thema „Selbstständig mit Kind“ habe ich übrigens auch ein Buch geschrieben. Mit meinem Buch für Mompreneurs möchte ich dir helfen, die Grundlagen für eine selbstständige Tätigkeit zu legen. Ich zeige dir, wie du eine fundierte Geschäftsidee entwickelst und diese in die Tat umsetzt. Natürlich erfährst du auch alles über mögliche Formen der Selbstständigkeit, die Unternehmensgründung und wie du den Alltag zwischen Selbstverwirklichung und Familie meisterst. Außerdem stelle ich dir inspirierende Frauen und ihren Werdegang als selbstständige Mütter vor. – Mompreneurs: Selbstständig mit Kind

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