Rückblick auf die Serien der 90er

Die 1990er, damals fing für mich alles an mit den Serien. Echte Klassiker und Lieblinge kommen aus diesem Jahrzehnt.

Ich gucke gerne und viele Serien. Schon lange ist das so. Filme sehe ich mir nur in Begleitung an und eigentlich gucke ich dann auch nur mit. Serien sehe ich auch alleine. Oft und viel, wie mein Account bei TVTime zeigt: 8 Monate, 29 Tage und 14 Stunden meines Lebens habe ich angeblich bisher beim Seriengucken verbracht. Nicht mit aufgenommen sind dabei die Serien, die ich als Kind mit meinen Eltern Freitagabend im ÖR-Fernsehen sah und nicht mit eingerechnet sind auch die Serien, die ich immer und immer wieder sehe. Die Wohlfühl-Serien, die einfach gut tun.

Grund genug, um beim Serien-TAG von Wörter auf Reise und Smalltownadventure mitzumachen. Ich starte allerdings bereits in den 90er, denn damals habe ich bis auf Kinderserien zwar noch nichts geguckt, aber trotzdem gibt es 13 Serien, die in den 1990ern starteten und die ich dann zeitnah oder auch erst in den letzten Jahren sah.

Eine Serie, die dein persönlicher Liebling ist: FRIENDS

Die absolut und unangefochten besten Serie aller Zeiten. Punkt. Keine Diskussion!

10 Staffeln lang, von 1994 bis 2004, schaffte es Friends immer wieder aufs Neue zu begeistern. Das Staffelfinale sah ich damals zusammen mit meiner Mutter im Fernsehen und auch heute noch werde ich jedes Mal beim Gucken etwas wehmütig. Ja, jedes Mal. Ich habe Friends mittlerweile wahrscheinlich 10 mal oder häufiger gesehen. Komplett. Einzelne Folgen wahrscheinlich noch öfter.

Mittlerweile, mit etwas Abstand und im Jahr 2020 weiß ich natürlich um die Problematiken der Serie. Rachels “Happy End” beispielsweise ist eigentlich gar nicht so richtig glücklich, sondern einfach nur ein Klischee. Aber trotzdem ist die Serie für mich persönlich perfekt. Ich verknüpfe Erinnerungen und Emotionen mit jeder einzelnen Folge und kann beim Angucken ganz wunderbar alle problematischen Aspekte ohne Probleme übersehen und es einfach genießen.

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Eine Serie mit der besten Entwicklung: Buffy

Eine Person ist Schuld, dass ich Buffy dann endlich doch noch guckte. Lange Jahre lang tauchte Buffy immer wieder auf meinem Radar auf, wurde dann aber von scheinbar interessanteren Serien wieder verdrängt. Saskias Begeisterung brache mich dann aber doch dazu es 2020 mal mit der Vampir Jägerin zu probieren und das war sehr gut. Die Charakterentwicklung von Xander, Willow und Spike ist es, die mich die Serie sehr gerne und bingeartig gucken ließ.

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Eine Serie mit der schlechtesten Entwicklung: Seinfeld

Als bekennende Sitcom-Liebhaberin kam ich an Seinfeld irgendwann natürlich nicht mehr vorbei. Ich sah es, und ich vergaß es. Ehrlich muss ich zugeben, dass von der Serie nicht viel hängen geblieben ist. Zum Ende hin hörte ich meist nur noch zu und daddelte nebenbei auf dem Handy, oder beschäftigte mich anderweitig. Kein gutes Zeichen für die Spannung einer Serie.

Ich kann grundsätzlich verstehen, warum Seinfeld als eine der größten und einflussreichsten Sitcoms gilt, aber nachfolgende Cliquen (zum Beispiel Friends) konnten mich persönlich mehr überzeugen.

Eine Serie, die am witzigsten ist: Die wilden Siebziger

Diesen Klassiker der Serienlandschaft sah ich tatsächlich erst im letzten Jahr. Dann aber auch von Anfang bis Ende durch. Die Clique nahm mich für 200 Folgen auf und ich wurde vorzüglich unterhalten.

Zu verdanken war es dem Kind, das eines Nachts wach wurde, nicht wieder einschlafen wollte und auf dem Sofa dann doch weiterschlief. Im Fernsehen lief zufällig eine Folge der Serie und danach noch eine und noch eine. Im Anschluss guckte ich dann alle Staffeln hintereinander weg. Mit 22 Minuten haben sie das klassische Sitcom-Format (mit echten Studiolachern) und eignen sich dafür wunderbar für etwas Entspannung während das Kind Mittagsschlaf macht.

Eine Serie mit interessanten Figuren: Charmed

Das Original von 1998, nicht das Reboot von 2018, zog mich schnell in seinen Bann und gehörte lange zu meinen Lieblingsserien.

Die Serie hat alles, was man als Teen gerne sieht: Spannung, Drama, starke Frauen und ganz viel Liebe. Nebenbei gibt es dann noch viele hübsche Menschen und immer ein Happy End. Diese Serie sah ich wirklich bis zum Ende sehr gerne, auch, wenn ich wohl immer Team-Prue bleiben werde.

Eine Serie mit der größten sozialen / gesellschaftlichen Relevanz: Sex and the City

Ausgestrahlt ab 1998 (in den USA, 2001 in Deuschland) sah ich SatC nicht gleich von Anfang an. Aber irgendwann erreichten die vier Frauen aus New York auch meinen Bildschirm und wie wahrscheinlich fast jede:r Teenager:in schaute ich gebannt zu.

Für “damals” war SatC revolutionär, für “jetzt” bietet die Serie einige Ansätze für Kritik. Im Endeffekt dreht sich die gesamte Serie nur um die Suche nach der großen Liebe, zeigt keine Diversität und reproduziert viele Klischees über Frauen. Und trotzdem hat die Serie nach wie vor gesellschaftliche Relevanz, denn sie entfaltete eine Medienwirkung, die eine ganze Generation von Frauen beeinflusste. Egal, ob sie die Serie sahen oder nicht. Die allgemeine Offenheit bezüglich Sexualität und die Selbstverständlichkeit, mit der bspw. Miranda ihre Karriere als Priorität setzt, wünscht man sich auch heute noch in vielen Fernsehproduktionen.

Eine Serie, die visuell beeindruckend ist: Sabrina: total verhext

Nur im Nachhinein und aus der heutigen Perspektive betrachtet ist Sabrina visuell wirklich beeindruckend. Warum? Weil es teilweise sooo schlecht gemacht ist und einen trotzdem begeistert. Die Kulissen sind zu farbenfroh, der Kater ist zu steif und die Spezialeffekte sind eigentlich gar nicht so speziell. Und trotzdem schaue ich mir einzelne Folgen auch heute noch gerne an. Eine Feelgood-Serie, bei der es gar nicht so wichtig ist, was genau da gerade passiert. Es unterhält einen einfach und man kann sich sicher sein, dass nichts schlimmes passieren wird.

Eine Serie aus dem deutschsprachigen Raum: Adelheid und ihre Mörder

Eine der Serien, die ich Freitagabends mit meinen Eltern schaute. Viel von der Handlung ist ehrlich gesagt nicht hängen geblieben, aber ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich an die Serie zurückdenke. An die Sekretärin Adelheid, die jeden Mordfall löst und an ihre Muddi Rosa Müller-Graf-Kleditsch. Ich weiß noch, dass ich diesen langen Nachnamen als Kind irgendwie beeindruckend fand.

Eine Serie mit Nostalgie-Faktor: Die Nanny

Fran Fine, schrill und stilsicher. Eine Ikone, eine von Grund auf gute Frau und die Besitzerin so mancher Eigenarten. Den Intro-Song haben viele wahrscheinlich sofort im Ohr, ebenso wie die schrille Stimme und so manchen Running Gag der Serie.

Von 1993 bis 1999 produziert ist es eine echte 90er Serie, die allerdings komplett zeitlos ist. Lässt man die technische Entwicklung einmal weg, arbeitet Fran Fine wahrscheinlich genau jetzt als Nanny und ärgert sich mit ihrer Familie herum.

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Eine Serie, die ein absoluter Geheimtipp ist: ?

Durch das Alter der Serien gibt es wahrscheinlich kaum eine Serie, über die man nicht schon irgendwie gestolpert ist und sich dann bewusst für oder gegen das Ansehen entschieden hat.

Aber vielleicht irre ich mich ja auch und ihr habt eine Herzensempfehlung für eine Serie aus den 90ern für mich?

Die 1990er, damals fing für mich alles an mit den Serien. Echte Klassiker und Lieblinge kommen aus diesem Jahrzehnt.

Dies ist ein Beitrag für den #Blogvent2020. Alle Beiträge der Aktion findest du in dieser Übersicht.

Kein eindeutig weihnachtliches Thema, aber die dunkle Jahreszeit eignet sich wunderbar zum Seriengucken und daher bot sich dieser Beitrag für mich an. Auf einen Jahresrückblick, wie eigentlich angedacht beim Erstellen der Themen hatte ich nämlich schlichtweg keine Lust.

11 Kommentare
  • SatC wollte ich nie sehen, bis mich meine Schwägerin in den Bann zog und ich die Folgen in jeder freien Minute sah.

    Alle anderen Serien sagen mir vom Titel her was, jedoch habe ich sie nicht gesehen.

    In meinem Rückblick geht es auch nicht um einen Jahresrückblick, sondern um einen Rückblick im Jahre 2009.
    Da habe ich Weihnachten in Mexiko gefeiert.
    Aber ließ selbst
    https://beduerfnisorientiertesfamilienleben.com/2020/12/08/weihnachten-2009-in-mexiko/

  • Ich war im ersten Moment etwas erschrocken, weil ich dachte das Thema “Serien” für den Blogvent schon wieder verpeilt zu haben :D, aber dann habe ich gemerkt, dass heute “Rückblick” dran ist und da passt das natürlich auch perfekt – immerhin ist es eine Reise zurück in deine Jugend bzw. zu den Serien, die du dort teilweise gesehen hast.

    Wir haben ja sogar ein paar Überschneidungen, weil ich ja Charmed in die 2000er gepackt habe, da lief sie ja auch noch, somit dachte ich das geht noch durch :D. Habe die Serie aber auch geliebt – war aber Team Pheobe – und sie immer gemeinsam mit meiner Mum geschaut. Sie hat mich auf die Serie aufmerksam gemacht und mich dafür begeistert. Bis auf die deutsche Serie kenne ich tatsächlich auch alle der von dir besprochenen, auch wenn ich sie nicht gesehen habe. Von “Sex and the City” kenne ich nur einzelne Folgen, aber irgendwie hat es nicht so richtig Klick gemacht. “Buffy” habe ich zwar bei Prime auf der Watchlist sehen, auch da habe ich einzelne Folgen im TV gesehen, aber andere Serien haben bisher immer Vorrang erhalten.

    Freut mich aber sehr, dass du mitgemacht hast und finde es schön, dass du mit den 90ern anfängst. Eine Serie aus der Zeit die ich ja geliebt und unzählige Male gesehen habe: Full House. Die lief ja bei RTL II und ich habe echt jede Ausstrahlung mitgenommen. Somit kann ich die Folgen wsl schon auswendig. Das Netflix-Reboot kam dann leider an den Charme der Originalserie nie heran, sodass ich da nicht mal die erste Staffel beendet hat. Ich bleibe da beim Original und finde es schade, dass man das nicht bei Netflix finde. Wäre eine schöne Ergänzung zur Fortsetzung. Ansonsten habe ich ja auch Serien wie “Xena” und “Hercules” immer mal geschaut, jedoch auch später als sie ursprünglich liefen und immer nur Bruchstücke. Bin da immer hängen geblieben, wenn ich das im TV entdeckt habe und habe das dann nebenbei laufen lassen. Ansonsten sind die 90er bei mir nämlich eher durch Kinderserien geprägt und auch mit eher wenig TV – da ich als Kind der 90er da natürlich noch zu klein für ständiges Fernseh schauen war. Mir wurde da viel vorgelesen und im Kindergarten- und Grundschulalter habe ich dann viel Zeit draußen verbracht und durfe nur ausgewählte Kinderserien schauen. Wobei: Alf lief bei uns in der Familie immer noch, da saßen wir gemeinsam vor dem TV :D. Ansonsten war ich ein Fan von Tabaluga oder Bibi Blocksberg.

    • Moin Nicole,
      keine Sorge, Serien kommen noch. Bei mir sind für den 11. dann die 2000er geplant 😉
      Ich habe mich jetzt strikt an den Erstausstrahlungen (im Original) orientiert, aber die meisten hier gewählten sind ja späte 90er und liefen auch noch in den 2000ern. Der Übergang ist da fließend und es passt wohl zu beiden Jahrzehnten.
      Full House habe ich früher auch im TV gesehen, aber seit dem nicht mehr. Genau so bei Xena und Hercules, da blieb ich auch immer hängen, wenn es im Fernsehen lief. Xena aber noch mehr. In den 90ern selbst habe ich auch die wenigsten der Serien gesehen, das kam dann später und irgendwann, dank Streaming, habe ich sie dann auch noch mal “am Stück” gesehen und nicht nur einzelne Folgen.
      LG Lexa

  • Wie ich von den ganzen Serien einfach mal nur ein paar Folgen Buffy gesehen habe 😀 Aber Okay, da ich 96 geboren wurde, habe ich eher weniger Serien der 90er gesehen 😀
    Liebe Grüße
    Nadine

    • Moin Nadine,
      das lässt sich ja nachholen, wenn du möchtest. Buffy bspw. habe ich ja auch erst vor kurzem gesehen. Aber es gibt ja auch immer so viele neue tolle Serien, dass man dafür erstmal die Zeit haben muss.
      LG Lexa

  • Huhu,

    hm … Als Geheimtipp würde ich entweder Amanda und Betsy vorschlagen (eine Coming-of-age-Serie, die tatsächlich Menstruation und ‘Nicht klischeeweiblich sein’ und Co schon damals für Teens behandelt hat, oder aber Eine lausige Hexe – in der 1998er Version. Heute findet man fast nur noch die aktuelle, wenn man sucht. Dabei fand ich die alte viel genialer. (Aber vielleicht war ich auch nur ein bisschen zu sehr in Frau Harschmann, eine weibliche Snape, verliebt. 😀 )

    LG

    • Moin,
      kenne ich beides tatsächlich auch noch nicht. Aber klingt beides irgendwie interessant. Ich merke es mir mal vor, falls mich mal nichts von meiner viel zu langen Watchlist ansprechen sollte 😉
      LG Lexa