Die Zukunft des Kindes absichern: Geht das?

Man kann sein Kind nicht vor jedem Unglück beschützen. Aber man kann frühzeitig an die Zukunft denken und diese wenigstens finanziell absichern. Auch für den Fall, dass etwas passiert.

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Kaum ist das Kind da, eigentlich mit Beginn der Schwangerschaft, beginnen die Gedanken an die Zukunft. Zumindest bei uns war es so.

Schöne Gedanken. An Unternehmungen, die man machen möchte. An Dinge, die man dem Kind zeigen und beibringen möchte. An Blödsinn, den man nur macht, weil man das Kind als „Ausrede“ dabei hat. An Erfahrungen, die man dem Kind ermöglichen möchte.

Aber auch traurige Gedanken. An Unfälle, Unglücke und all das schlechte in der Welt. Wer kümmert sich, wenn einem von uns oder uns beiden etwas passiert? Wie sollen wir es verkraften, wenn dem Kind etwas passieren sollte? Wie kann man es absichern und ihm das Leben so einfach wie nur irgendwie möglich machen?

Man kann sein Kind nicht vor jedem Unglück beschützen. Aber man kann frühzeitig an die Zukunft denken und diese wenigstens finanziell absichern. Auch für den Fall, dass etwas passiert.

Dinge und Erlebnisse ermöglichen

Am Anfang braucht ein Kind drei Dinge: Nahrung, Liebe und Wärme. Alles andere ist optional. Wenn man es drauf ankommen lassen will, müsste man keinen einzigen Euro ausgeben. Ja, nicht mal für Windeln.

Dieses Extrem lebt sicherlich niemand, aber spätestens mit dem Älterwerden steigen auch die Bedürfnisse. Wünsche kommen auf. Nach Spielzeug, nach Ausflügen und nach Besonderheiten aller Art, die so eigentlich nicht im Budget vorgesehen waren. Spätestens, wenn es an den Führerschein geht, wird eine größere Summe benötigt.

Da ist es beruhigend zu wissen, dass man vorplanen kann. Dass man ein paar Jahre Zeit hat, die wahrscheinlich benötigte Summe anzusparen. Wir haben uns für das klassische und langweilige Sparkonto entschieden, auf das jeden Monat ein fester Betrag eingezahlt wird. Mit steigenden Zinsen, nutzen wir dann vielleicht eine der vielen anderen Möglichkeiten.

Sollte also mal Geld nötig sein, um den Kind einen echten Traum zu erfüllen, ist zumindest ein Grundstock vorhanden. Egal, wie die finanzielle Situation in dem Moment gerade aussieht.

Ich persönlich hoffe ja, dass eine Reise zu Disney World in Orlando zu diesen Träumen gehört…

Man kann sein Kind nicht vor jedem Unglück beschützen. Aber man kann frühzeitig an die Zukunft denken und diese wenigstens finanziell absichern. Auch für den Fall, dass etwas passiert.

An den Ernstfall denken

Die andere Seite der Medaille beinhaltet die Frage: „Was wäre, wenn…?“

Was passiert, im Fall der Fälle? Wenn das Kind auf einmal ohne Eltern dasteht. Oder auch „nur“ als Halbwaise. Wie ist das mit dem Sorgerecht eigentlich geregelt? Wir haben schon die wildesten Geschichten gehört, darüber, dass der noch lebende Elternteil das Sorgerecht nicht bekommt.

Staat?

Mit der deutschen Staatsbürgerschaft geht eine gewisse Anspruchshaltung an das Sozialsystem einher. Daher ist für mich die Frage naheliegend, welche Leistungen der Staat bereitstellt, falls unser Kind ein Elternteil verlieren sollte.

Das Kindergeld beispielsweise ist eine dieser Leistungen. Zusätzlich gibt es die Halbwaisenrente, deren Höhe sich aus den erworbenen Rentenansprüchen des Verstorbenen ergibt. Anders gesagt: Je früher das Kind zur Halbwaise wird, desto weniger Geld bekommt es. Aber gut, immerhin sind beide Zahlungen bis zur Volljährigkeit gesichert und können bei Studium/Ausbildung nach Antrag auch noch 10 Jahre länger bezogen werden.

Auch die gesetzliche Unfallversicherung zahlt im gleichen Zeitraum eine Waisenrente. Wenn es sich um einen Arbeitsunfall handelte, der zum Tod führte.

Geld ist natürlich kein Ersatz dafür, nicht den Tod eines Elternteils in jungen Jahren erleben zu müssen, aber es kann das Leben nun mal erheblich vereinfachen.

Versicherung?

Daher stellt sich als nächstes die Frage, wie man diese Summe so vergrößern kann, dass die Hinterbliebenen in ihrer Trauer nicht auch noch umziehen oder sich andere Gedanken um das alltägliche Auskommen machen müssen. Sollte der Hauptverdiener früh und unerwartet versterben, ist dies für viele Familien oft eine doppelte Belastung. Gibt es dann kein Sicherheitsnetz aus hilfsbereiter Familie oder/und entsprechenden Versicherungen, gesellt sich zur Trauer im schlimmsten Fall die Existenzangst.

Eine Risikolebensversicherung ist genau für diesen Fall da. Das wusste ich auch schon vorher. Aber was ich nicht wusste ist, dass eine Risikolebensversicherung nicht nur im Todesfall zahlt. Mit einem Kinder-Zusatzschutz beispielsweise, ist man abgesichert, wenn das eigene Kind schwer krank ist und man einige Zeit bei ihm im Krankenhaus verbringen will/muss und dafür nur unbezahlten Urlaub nehmen kann. Die Sorge, wie man sich das leistet, ist man dann immerhin schon mal los und kann ganz für sein Kind da sein.

Oft empfohlen wird ebenfalls eine private Unfallversicherung. Hier sollte man das persönliche Risiko abwägen. Wer, wie mein Mann beispielsweise, eher „gefährliche“ Hobbys hat wie Tauchen, macht von einer solchen Unfallversicherung wahrscheinlich eher Gebrauch als jemand, dessen größtes Risiko dadrin besteht sich mit heißer Tomatensoße die Hand zu verbrennen oder sich beim Umblättern am Papier zu schneiden. Sollte unser Kind eher nach mir kommen, brauchen wir auf keinen Fall eine Unfallversicherung für Kinder (28 Jahre ohne Knochenbruch oder ernsthafte Verletzung!). Höre ich mir die Geschichten aus der Kindheit meines Mannes allerdings so an, dann kann eine solche Absicherung schon sehr sinnvoll sein.

Testament?

Ebenfalls sehr sinnvoll ist es, ein Testament aufzusetzen. Auch schon in jungen Jahren. Ebenso wie eine Vorsorge-Vollmacht, Kontovollmacht und eine Patientenverfügung. Festlegen, wer sich im Ernstfall kümmert; sowohl um persönliche Belange nach einem Unfall, als auch im Extremfall um die dauerhafte Betreuung des Kindes.

Bei uns stehen diese Punkte jetzt auf jeden Fall ganz weit oben auf der To-Do-Liste. Im besten Fall machen wir uns die Arbeit völlig umsonst und es kommt erst wieder zur Sprache, wenn einer von uns mit über 90 Jahren friedlich einschläft und dem anderen einfällt, dass es da ja noch ein Testament gab. (Obwohl man diese Dokumente schon regelmäßig auf Aktualität prüfen sollte, wenn sie denn erstmal existieren. Persönliche Vorstellungen ändern sich ja auch mal.)

Man kann sein Kind nicht vor jedem Unglück beschützen. Aber man kann frühzeitig an die Zukunft denken und diese wenigstens finanziell absichern. Auch für den Fall, dass etwas passiert.

Es macht wirklich keinen Spaß sich damit zu beschäftigen, was wäre, wenn einem von uns etwas passiert. Aber tatsächlich fühlt man sich hinterher besser, wenn geklärt ist, wie man sich und sein Kind absichern will. Vor allem Schlechten in der Welt kann man niemanden beschützen, das wissen wir. Aber die finanzielle Seite kann man vorher klären. Und auch, wenn das nur ein kleiner Teil ist, ist es ein Teil. Wenn man sowieso schon Sorgen hat, muss man sich wenigstens ums Geld keine Sorgen machen.

Und wenn man den blöden Teil fertig hat, kann man Pläne schmieden, welche Wünsche man seinem Kind mit dem angesparten Geld wohl alle erfüllen soll. Das ist wiederum ein Gespräch, das so richtig Spaß macht. Da kommt das Kind in einem wieder raus und einem fällt ein, wie viele tolle Unternehmungen es gibt.

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2 Kommentare
  • Die Risikolebensversicherung beim Hauptverdiener ist natürlich das Wichtigste!

    Wie macht ihr das denn eigentlich so? Habe den Eindruck, dass du jetzt mit dem Baby zu Hause bist, während der Papa seine männlichen Privilegien bei der Erwerbsarbeit ausleben darf. Findest du das nicht unfair so als Feministin? Ich hoffe jedenfalls sehr für ihn, dass er auch genug Zeit mit seinem Kind verbringen darf. Denn diese Zeit ist unschätzbar wertvoll und unersetzlich.

    • Moin,
      was vermittelt dir diesen Eindruck?
      Momentan hat mein Mann Elternzeit genommen. Und natürlich darf er jede Minute die er will und kann mit seinem Kind verbringen. Genau wie ich auch. Wer sollte es ihm oder mir verbieten?
      LG Lexa